Herbstimpressionen

Aus Deutschland in die Tropen zu fliegen und mit dem damit verbundenen Temperaturwechsel klar zu kommen, ist man mittlerweile gewohnt. So war es keine gänzlich ungewohnte Veränderung aus dem vorfrühlinghaften Deutschland in Singapur mit seinen über 30 Grad und der hohen Luftfeuchtigkeit anzukommen. Mittlerweile sind wir jedoch nach Neuseeland weitergereist ….. und hier ist jetzt Herbst! Und diese Umstellung ist jetzt doch sehr außergewöhnlich. Es ist sehr windig, die Blätter verfärben sich und fallen ab, also eigentlich ein Wetter wie man es auch in Deutschland erleben würde, nur eben zur völlig falschen Zeit. Und auch für die nächsten Tage wird uns das Wetter nicht los lassen. Wir haben beschlossen, weiter in den Süden zu fahren, trotz des Hinweises, dass man für die Inseldurchquerung sicherheitshalber Schneeketten dabei haben sollte. Erst in einigen Tagen geht es dann Richtung Norden Richtung warmes Wetter. Und noch etwas anderes erscheint mir für solch eine lange Reise ungewohnt. Man ist auf der anderen Seite der Welt und dennoch ist Vieles bekannt – bis auf die Sprache …. dieser Dialekt hier ist wirklich very strange. In Christchurch sieht es an vielen Ecken aus wie in England – die Häuser, die Parks, natürlich der Linksverkehr, die Straßenzüge – es heißt ja genauso wie eine Stadt in England. An diesen starken Einfluss der Kolonialherren muss man sich erstmal gewöhnen, so weit weg von Europa. Christchurch sieht noch ziemlich mitgenommen aus vom Erdbeben in 2011: Viele Gebäude stehen noch immer leer, es gibt viel freie Fläche in der Innenstadt. Wo früher große Innenstadt-Gebäude waren gibt es jetzt unbefestigte Parkplätze. Das Erdbeben hat damals wirklich erschreckend viel zerstört – die...

Dauer-Sommer in Singapur

Ist das heute aber heiß…ah, nicht nur heute – so ist es hier immer…nur die Luftfeuchtigkeit ändert sich etwas, je nachdem, ob es geregnet hat oder nicht…uff, ganz schön anstrengend! Auch ohne körperliche Anstrengung kostet es Energie und dazu viel Wasser, man ist ständig am Trinken. Ansonsten helfen die Klimaanlagen der Shopping Malls oder der U-Bahn, sich zwischendurch wieder auf Normaltemperatur abzukühlen. Wir sind die letzten fünf Tage durch Singapur gelaufen, haben sehr viel angeschaut und auf uns wirken lassen – die moderne Architektur der Hochhäuser, den Charme der alten Shophouses, die Gerüche in Chinatown oder auch die bunten Farben in Little India. Es ist schön zu sehen, wie grün Singapur ist dank vieler langfristiger Initiativen selbst mitten in der Stadt, vertikale Gärten, Parks, selbst die Vögel geben zum Sonnenuntergang ein lautstarkes Konzert auf den belebten Straßen der Rushhour. Wir haben den wunderschönen Botanische Garten mit seinen Orchideen, tropischen Pflanzen, kleinen Seen etc.  angeschaut und dort gepicknickt. Nach all den vielen Eindrücken dieser Stadt mit den zahlreichen, friedlich nebeneinander lebenden Kulturen, lassen wir Singapur heute am Pool ausklingen, genießen noch die letzten Stunden zu dritt, bevor wir dann am Nachmittag zum Flughafen aufbrechen. Auf dem Weg dahin werden wir nochmal asiatisch essen – die Foodhalls mit ihren bunten Essensständen aus allen asiatischen Ländern und den leckeren Fruchtshakes waren klasse – jeder holt sich, worauf er/sie Lust hat, auch wenn man nicht immer weiß, was es ist und es oftmals recht fremd schmeckt – wir mögen das alle drei sehr gerne und haben alles super vertragen. Es war sehr schön, Daniels vielfältige Eindrücke und Erlebnisse aus seiner Zeit auf den...
Eine kurze Geschichte von Talern und Leidenschaft

Eine kurze Geschichte von Talern und Leidenschaft

Es gab einmal eine große Deutsche Bank, die den Menschen auf großen Schildern versprach, sie würden mit großer Leidenschaft Leistungen für sie erbringen. Dies gefiel dem armen Helden unserer kleinen Geschichte und so brachte er über viele Jahre große Mengen seiner Taler zu eben jeden leidenschaftlichen Männern in Blau, auf dass sie diese treulich verwalten würden. Eines Tages plante unser abenteuerlicher Held eine lange Reise in ferne Länder in denen er auch große Rechnungen zu bezahlen hatte. Und so fragte er die blauen Herren, ob er zusätzliche Taler in die kleine Karte stecken könne, die ihm die Herren gegeben hatten. “Aber gerne” sagen die Blauen und erklärten ihm wie er zu verfahren habe. Gesagt, getan – unser armer Tropf tat wie ihm geheißen und ging wohlgemut auf seine lange Reise. Doch oh weh! Kaum war er an seiner ersten Rast angekommen, musste unser müder Reisender feststellen, dass die großen Blauen seine Taler gar nicht mehr leidenschaftlich mochten und ihm alles zurückgegeben hatten. Wie sollte er nur die vielen Taler in den fernen Ländern bezahlen? Und so rief unser verzweifelter Held ganz laut ins ferne Frankfurt zu den blauen Herren, und auch viele antworteten ihm; einer fragte den anderen und so musste unser müder Held ganz lange ins ferne Frankfurt schreien und ganz vielen Blauen sein trauriges Los erzählen. Alle waren ganz mitleidig mit dem Schicksal unseres armen Helden und auch ganz traurig darüber, dass einer der Ihren so falsch Zeugnis abgelegt hatte. Aber helfen konnten sie unserem armen Tropf dennoch nicht, denn ein böser Herrscher mit vielen Namen, manchmal “System” oder “Computer” geheißen war überaus misslaunig und so ganz...
Chinatown

Chinatown

Was erwartet man im allgemeinen, wenn man – egal in welcher Stadt – nach Chinatown geht? Enge Straßen, bunte Farben, Gerüche, Geschäftigkeit,  kurzum eine irgendwie sich selbst organisierende Form chaotischen Lebens. Nicht so in Singapur. Hier ist Chinatown aufgeräumt, kein Müll auf den Straßen, die Tische in den Food Courts sind nummeriert und werden ehe man es sich versieht abgewischt und leergeräumt (incl. einer noch halbvollen Schale Suppe). Selbst die die unzähligen Behältnisse der TCM-Läden sind säuberlich beschriftet und sortiert. Man fragt sich manchmal, ob man insbesondere in den Chinatowns der nordamerikanischen Städte nicht mittlerweile dieses unorganisierte Bild auch quasi als Folklore zelebriert, als gleichsam Marketing-Gag für Westler? Sicherlich ist Singapur mit seinen preußischen Tugenden ein extremes Beispiel, aber wenn ich mich beispielsweise an die Chinatown in Bangkok erinnere, fand das “typische” Chinatown dort auch nur in den touristischen Vorführstraßen statt – in den Seitenstraßen war davon sehr wenig zu sehen. So – was ist echt? …. Aber wahrscheinlich gibt es das genau eben nicht, Chinatown ist überall das was die Einheimischen und die Erwartungen der Touristen daraus machen. Und so lange es Leute wie mich gibt, die es in jeder Stadt sobald sie den Begriff “Chinatown”  lesen genau dahin zieht, wird sich das wohl auch nicht...
Singapur und der fehlende Wow-Effekt

Singapur und der fehlende Wow-Effekt

Ich war selbst überrascht, aber es ist tatsächlich mehr als 20 Jahre her, dass ich das letzte Mal in Singapur war. Dennoch ist mir das damalige Gefühl noch rech präsent: Wow – Was für eine moderne und extrem saubere Stadt, und erst der Flughafen und die U-Bahn – und das in Asien. Natürlich ist Singapur weiterhin modern und extrem sauber, der Financial District mit seinen Hochhäusern beeindruckend, die MRT immer noch effizient und perfekt organisiert, die Shopping Malls an der Orchard voll mit Luxusgütern – aber das Alleinstellungsmerkmal Singapurs konnte ich dieses Mal nicht finden. Viele von den Dingen, die mich damals so beeindruckt haben, finde ich heute in einer Reihe von Städten überall auf der Welt – es ist einfach nichts mehr Besonderes mehr. Und so wirkt Singapur auf mich fast – ich traue es kaum zu schreiben: altmodisch. Man hatte einen hohen Standard und hat ihn gehalten, verweigert sich aber der Gigantomanie anderer Städte Die höchsten Wolkenkratzer, die größten Malls entstanden seitdem in Taipeh, Dubai oder Shanghai und eben nicht in Singapur. Und dieses Halten des Standards ohne in Extreme zu fallen erscheint mir beinahe konservativ und macht die Löwenstadt auf eine angenehme Art und Weise sympatisch....

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