Iter Interuptum

Die Älteren verstehen bestimmt dieses Wortspiel und die Assoziation dahinter…. und ja, genauso fühlt es sich an. Es war schön, aber gegen Ende wurde es etwas verkrampfter und erforderte volle Konzentration. Wir werden die Reise vorzeitig beenden. Einen Tag vor der Abreise zeichnete sich plötzlich ab, dass sich Entscheidungen bzgl. Andreas Job doch beschleunigen und in Auckland im Camper Van erhielten wir telefonisch die Nachricht über die getroffene Entscheidung. Es war dann genau diejenige, die es ihr praktisch unmöglich machte, die Reise fortzusetzen, während zu Hause wichtige Entscheidungen getroffen werden und strukturierende Arbeiten anstehen. Und so war unser Aufenthalt auf Fidschi vor der Diskussion über das Wie-weiter geprägt. Zwar sind solche Gespräche in einer traumhaften Landschaft in einem sehr schönen Resort natürlich angenehmer, aber  die richtige Entspannung stellte sich leider nicht ein. Es war bald klar, dass sie nach Hause reisen wird und ich war zunächst entschlossen, die Reise allein weiterzuführen (Jetzt verlassen wir bitte die oben entstandenen Assoziationen). Aber bei genaueren Überlegungen passte das alles nicht richtig. Der Australien-Teil war für uns beide zusammengestellt, ein Kompromiss unserer Vorstellungen. Ich für mich alleine hätte es anders geplant. Eine Anpassung war kaum möglich, und die Kosten wären nahezu gleich geblieben …. und das war mir im Endeffekt einfach zu teuer. Also: Rückflug Da Sydney ohnehin als Hub für den Rückflug geeignet war, haben wir den ohnehin geplanten Aufenthalt abgekürzt und den 2 Tage-Zwischenstopp in Dubai beibehalten und werden somit schon am kommenden Mittwoch wieder in Deutschland ankommen. Schade, aber auf manche Dinge muss man eben reagieren. Jetzt werde ich also entgegen meinen Planungen an meinem Geburtstag doch wieder in Deutschland...

New Zealand–A Country Against my Addictions

Ein Freund des klassischen deutschen Schweinebratens wird in Saudi-Arabien nicht glücklich werden, genau sowenig wie ein Liebhaber wenig bekleideter Weiblichkeit. Ein buntes Strandleben ist beispielsweise in Norwegen eher selten zu finden genauso wie man in Stadtstaaten wie etwa Singapur auf der Suche nach unverfälschter Natur kaum fündig werden wird. Und wie ist das in Neuseeland? Schon am Flughafen fällt auf, dass hier nicht gerade das feine Oxford-English gepflegt wird, manchmal hatte ich in den ersten Tagen den Eindruck, der hier gesprochenen Sprache nur teilweise mächtig zu sein. Aber dies legte sich recht schnell, die Abschiedsfloskel “Sijah” (= see you) geht mittlerweile leicht von den Lippen. Viel schwerwiegender für mich ist die schon beschriebene Abneigung gegen die Alltagslaster wie Alkohol und Tabak. Unser letzter Kneipenbesuch in einer einfachen Sportsbar schlug für zwei kleine (lokale) Biere mit umgerechnet € 15 zu Buche. Wahrscheinlich kommt jetzt mein viel beklagter Sexismus wieder hervor, aber ich habe den leisen Verdacht, dass dies mit den beiden Damen zusammenhängt, die vor dem jetzigen Regierungschef dieses Land regierten. “No alcohol, no tabac” war ja eine Forderung, die die Frauenbewegung beispielsweise in den USA schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf ihre Fahne geschrieben hatte. Gerne würde ich dieses Thema mal recherchieren, aber – und jetzt kommen wir zu einem weiteren Spannungsfeld meiner Addictions zu den Sitten hierzulande – das Internet ist hier eine Katastrophe. Die Bedingungen, die ich hier vorfinde, erinnern mich manchmal an meine Anfänge mit meinem alten Postmodem in Deutschland. Freie Netze sind kaum zu finden, aus schierer Verzweiflung zahlt man dann für einen Internetzugang relativ hohe Preise, nur ist dieser dann so langsam, dass...

Travelling Lesson #3

Begegnet man auf einer unkomplizierten ca. 2stündigen Wanderung jemanden, der genug hervorragendes Equipment dabei hat um sowohl für Schneestürme als auch für brütende Hitze gewappnet zu sein, kann man ziemlich sicher sein, dass er auch einen deutschen Pass dabei...
Travelling Lesson #2

Travelling Lesson #2

Der Begriff Regenwald hat etwas mit Regen zu tun. Fährt man in eine Gegend, die als sehr niederschlagsreich beschrieben wird, und von der auch die Einheimischen sagen, dass es dort an 85% der Tagen regnet, sollte man sich nicht wundern, wenn es wie aus Eimern...