Aus Deutschland in die Tropen zu fliegen und mit dem damit verbundenen Temperaturwechsel klar zu kommen, ist man mittlerweile gewohnt.

So war es keine gänzlich ungewohnte Veränderung aus dem vorfrühlinghaften Deutschland in Singapur mit seinen über 30 Grad und der hohen Luftfeuchtigkeit anzukommen. Mittlerweile sind wir jedoch nach Neuseeland weitergereist ….. und hier ist jetzt Herbst!

Und diese Umstellung ist jetzt doch sehr außergewöhnlich. Es ist sehr windig, die Blätter verfärben sich und fallen ab, also eigentlich ein Wetter wie man es auch in Deutschland erleben würde, nur eben zur völlig falschen Zeit. Und auch für die nächsten Tage wird uns das Wetter nicht los lassen. Wir haben beschlossen, weiter in den Süden zu fahren, trotz des Hinweises, dass man für die Inseldurchquerung sicherheitshalber Schneeketten dabei haben sollte. Erst in einigen Tagen geht es dann Richtung Norden Richtung warmes Wetter.

Und noch etwas anderes erscheint mir für solch eine lange Reise ungewohnt. Man ist auf der anderen Seite der Welt und dennoch ist Vieles bekannt – bis auf die Sprache …. dieser Dialekt hier ist wirklich very strange. In Christchurch sieht es an vielen Ecken aus wie in England – die Häuser, die Parks, natürlich der Linksverkehr, die Straßenzüge – es heißt ja genauso wie eine Stadt in England. An diesen starken Einfluss der Kolonialherren muss man sich erstmal gewöhnen, so weit weg von Europa.

Christchurch sieht noch ziemlich mitgenommen aus vom Erdbeben in 2011: Viele Gebäude stehen noch immer leer, es gibt viel freie Fläche in der Innenstadt. Wo früher große Innenstadt-Gebäude waren gibt es jetzt unbefestigte Parkplätze. Das Erdbeben hat damals wirklich erschreckend viel zerstört – die Kirche ist nur noch eine Ruine ohne Kirchturm.  Die Stadt strengt sich an, die Schäden zu beseitigen und die Lücken zu füllen, das wird aber noch lange dauern. Der wunderschöne Park mit riesengroßen Bäumen und botanischem (natürlich englischem) Garten (inkl. Rosengarten) hat alles gut überstanden, die Wurzeln der Bäume sind halt doch flexibler als Betonfundamente

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