Eine kurze Geschichte von Talern und Leidenschaft

Eine kurze Geschichte von Talern und Leidenschaft

Es gab einmal eine große Deutsche Bank, die den Menschen auf großen Schildern versprach, sie würden mit großer Leidenschaft Leistungen für sie erbringen. Dies gefiel dem armen Helden unserer kleinen Geschichte und so brachte er über viele Jahre große Mengen seiner Taler zu eben jeden leidenschaftlichen Männern in Blau, auf dass sie diese treulich verwalten würden.

Eines Tages plante unser abenteuerlicher Held eine lange Reise in ferne Länder in denen er auch große Rechnungen zu bezahlen hatte. Und so fragte er die blauen Herren, ob er zusätzliche Taler in die kleine Karte stecken könne, die ihm die Herren gegeben hatten. “Aber gerne” sagen die Blauen und erklärten ihm wie er zu verfahren habe. Gesagt, getan – unser armer Tropf tat wie ihm geheißen und ging wohlgemut auf seine lange Reise.

Doch oh weh! Kaum war er an seiner ersten Rast angekommen, musste unser müder Reisender feststellen, dass die großen Blauen seine Taler gar nicht mehr leidenschaftlich mochten und ihm alles zurückgegeben hatten. Wie sollte er nur die vielen Taler in den fernen Ländern bezahlen?

Und so rief unser verzweifelter Held ganz laut ins ferne Frankfurt zu den blauen Herren, und auch viele antworteten ihm; einer fragte den anderen und so musste unser müder Held ganz lange ins ferne Frankfurt schreien und ganz vielen Blauen sein trauriges Los erzählen. Alle waren ganz mitleidig mit dem Schicksal unseres armen Helden und auch ganz traurig darüber, dass einer der Ihren so falsch Zeugnis abgelegt hatte. Aber helfen konnten sie unserem armen Tropf dennoch nicht, denn ein böser Herrscher mit vielen Namen, manchmal “System” oder “Computer” geheißen war überaus misslaunig und so ganz und ganz nicht leidenschaftlich den kleinen Wünschen unseres Helden gegenüber eingestellt. Außerdem mochte dieser Herrscher plötzlich gar nicht mehr wie unser verzweifelter Held seine Taler verdiente und wollte ihm wegen dieser offensichtlich so abscheulichen Profession so gar nicht mehr helfen.

Aber Rettung sei in Sicht, unser Held müsse nur kurz in die Stadt Berlin reisen, dort säßen schlaue blaue Herren, die ihm helfen können.

Daraufhin sagte unser nun ebenfalls sehr misslaunige Held noch einige Worte, die nicht für die unschuldigen Ohren von Kindern bestimmt sind ins ferne Frankfurt und hörte auf zu rufen.

Aber glücklicherweise hatte unser umsichtige Held vorgesorgt und sich mit anderen Herren befreundet, die ihm auch eine kleine Karte gegeben hatten. Die mochten ihn sehr und freuten und bedankten sich als unser Held ihnen viele Taler gab und versprachen – wenn auch nicht leidenschaftlich – so zumindest hilfsbereit und zuverlässig zu sein. Und so konnte unser wackerer Held seine Reise frohgemut und so ganz ohne die Hilfe der Blauen und ihres misslaunigen Herrschers fortsetzten.

Und die Moral von der Geschicht? … Wenn Leistung aus Leidenschaft für den Kunden nur Leiden schafft,  kann es sehr schnell passieren, dass jener diese Leistungen auch so gar nicht mehr will.

 

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